Stadt: Starnberg
Land: Deutschland
Ort: Starnberg, Seepromenade
Fertigstellung: Frühjahr 2026
Fläche: ca. 500 qm
Materialien: Robinienholz, Seilnetze, Metallkomponenten
Zielgruppen: Kinder verschiedener Altersgruppen, Familien
Vom Sanierungsfall zur Erlebnislandschaft: Spielraumgestaltung mit Mehrwert
Ausgangssituation und Planungsanlass
Der Neubau des Spielschiffs an der Seepromenade in Starnberg ist das Ergebnis einer notwendigen Sanierungsmaßnahme im Bestand. Das ursprüngliche Holzspielgerät musste aufgrund eines fortgeschrittenen Pilzbefalls vollständig ersetzt werden, wodurch sowohl sicherheitstechnische als auch gestalterische Anforderungen neu bewertet wurden.
Im Zuge der Planung wurde der Spielraum nicht nur als Einzelmaßnahme betrachtet, sondern als Teil eines ganzheitlichen Freiraumkonzepts weiterentwickelt.
Planung, Konstruktion und Normen
Die Umsetzung erforderte eine umfassende Anpassung des Baugrunds, da der vorhandene Seeton keine ausreichende Tragfähigkeit bot. Durch Bodenaustausch und Drainagelösungen konnte eine dauerhaft stabile und sichere Gründung gewährleistet werden. Alle Spielgeräte entsprechen den aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen gemäß DIN EN 1176 und wurden durch unabhängige Prüfstellen zertifiziert.
Gestaltung und Einbindung in die Umgebung
Das neue Spielschiff aus nachhaltigem Naturholz ist als identitätsstiftendes Element in die Uferlandschaft integriert und greift das maritime Umfeld gestalterisch auf. Ergänzende Spiel- und Aufenthaltsbereiche, wie modellierte Sandflächen und Sitzgelegenheiten, schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzergruppen. Die Gestaltung folgt dem Ansatz moderner Erlebnisräume, die über klassische Spielgeräte hinausgehen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten.
- Vielfältiger Erlebnisraum mit ergänzenden Spielelementen und Aufenthaltsqualität am Wasser
- Vielfältige Spielangebote zur Förderung von Motorik und Koordination
- Vielfältige Kletter- und Spielangebote in einer maritimen Erlebnislandschaft
- Bewegungsfördernde Spielstruktur mit vielfältigen Kletter- und Rutschmöglichkeiten
Pädagogischer Spielwert und Inklusion
Das Spielangebot kombiniert Klettern, Balancieren, Rutschen und kommunikative Elemente wie Sprach- und Fernrohre. Dadurch werden motorische, kognitive und soziale Kompetenzen gleichermaßen gefördert. Die offene Struktur ermöglicht inklusives Spielen durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und fördert Begegnung sowie gemeinschaftliche Nutzung.
Qualität, Langlebigkeit und Beteiligung
Die Verwendung von Robinienholz gewährleistet eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und reduziert langfristig Wartungsaufwände.
Das Projekt verdeutlicht die Bedeutung nachhaltiger Materialwahl und langlebiger Konstruktionen im kommunalen Kontext. Gleichzeitig basiert die Planung auf den Anforderungen und Erfahrungen der Nutzer vor Ort, wodurch eine bedarfsgerechte und langfristig akzeptierte Lösung geschaffen wurde.



