Stadt: Kamp-Lintfort
Jahr: 2020
Kunde: Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 GmbH
Planung: bbzl böhm benfer zahiri – Landschaftsarchitekten, Berlin

Mit einer Fläche von rund 25 Hektar ist der Zechenpark eines der Geländeteile der Landesgartenschau 2020 und wird nach deren Ablauf als Grünanlage mit attraktiven Neubauwohnungen in eine dauerhafte Nutzung überführt. Die den Spielplatz umgebende Parkanlage erstreckt sich von der Friedrichstraße im Norden bis zur Kattenstraße im Süden. Östlich wird das Areal durch die Ringstraße, bzw. den Oberlauf der Großen Goorley begrenzt. Die Gestaltung der Spielgeräte und deren Anordnung auf den einzelnen Spielflächen orientieren sich an der Formsprache der entstandenen Parkanlage sowie an den formalen Strukturen der Bauwerke und Einrichtungen der ehemaligen Zeche. Klare Kanten, rechteckige Grundformen und geschlossene Räume – diese drei Attribute zeichnen die neu entstandene Spiellandschaft im südlichen Teil des Zechenparks aus.

Im Rahmen der Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 ist im naturgeprägten Grünen Saum, dem östlichen Teil des Zechenparks, eine Spiellandschaft realisiert worden, die zum ausgelassenen Eintauchen in die vergangene Industriekultur einlädt. Auf insgesamt 2000 Quadratmeter Spielfläche werden verschiedenste Spielwerte, u.a. Rutschen, Kriechen, Balancieren oder Schaukeln, bedient.

Drei Spielfelder machen die Prozesskette des Bergbaus und die tägliche Arbeit der Bergmänner spielerisch erlebbar. Die verschiedenen Bereiche vertiefen die Erschließung, die Förderung und die Aufbereitung der Steinkohle. Die Leitfarbe Grün schlägt dabei eine gestalterische Brücke zwischen den auf dem Zechenareal befindlichen Gebäuden und der umgebenden Parklandschaft. Auch die Auswahl von Materialien wie Stahl und Verbundwerkstoffe unterstreicht den Bezug zu den industriegeprägten Bauwerken. Durch die Differenzierung der Spiellandschaft in drei Felder ist ein Spielplatz für alle Altersgruppen entstanden. Gleichzeitig liegen die Spielbereiche unmittelbar benachbart, sodass ein zusammenhängendes Spielerlebnis aller Nutzer möglich ist. Und dabei wurden nicht ausschließlich die unterschiedlichen Altersgruppen spielender Kinder berücksichtigt, vielmehr auch Nutzergruppen mit eingeschränkten Fähigkeiten. Durch die Planung des Zwei-Wegeprinzips und der Zugänglichkeit einiger der Spielstationen für Nutzer mit Bewegungseinschränkungen konnten auch inklusive Anforderungen in der Ausführung erfüllt werden.